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Theresienstadt Auf einer Studienfahrt nach Prag sollte der Besuch des Ghettos Theresienstadt unbedingt ein wichtiger Programmpunkt sein. Als Besucher kann man nur erahnen, wie menschenverachtend die nationalsozialistischen Verbrecher im Kern gewesen sein mussten. ... Die Wahl der Festung Theresienstadt, an der Mündung der Eger in die Elbe, als Ghetto entsprach auch weiteren Anforderungen, lag es doch im Protektorat (sehr nahe zum Sudetengebiet) mit seiner verlässlichen Bevölkerung, und war es doch wegen der Festungsmauern leicht zu bewachen. Die viele Kasernen eigneten sich gut als Massenquartiere, und im nahen "Polizeilager Theresienstadt" ("Kleine Festung") konnten die Liquidierungen diskret und ohne Aufsehen durchgeführt werden. ... ... Zwischen November 1941 und April 1945 wurden 140.000 Juden nach Terezin deportiert. Von diesen starben 33.000 im Ghetto, 88.000 wurden nach den Vernichtungslagern deportiert. Zum Zeitpunkt der Befreiung waren noch 19.000 Menschen am Leben, zum Teil im Lager, zum Teil im neutralen Ausland. Nur 3.000 Juden, die nach den Vernichtungslagern deportiert worden sind, überlebten (hauptsächlich in Auschwitz). ... Die 140.000 nach Terezin Deportierten, geordnet nach Ländern: Tschechoslowakei - 75.500, Deutschland - 42.000, Österreich - 15.000, Niederlande - 5.000, Ungarn - 1.150, Polen - 1.000, Dänemark - 500 Die für die unmenschlichen Grausamkeiten Hauptverantwortlichen Seidl und Rahm wurden zum Tode verurteilt und durch einen tschechischen Gerichtshof gehängt. Anton Burger flüchtete und wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Quelle: Theresienstadt - Ein Sonderfall in der Geschichte der Shoah. |
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